Nachhaltigkeit im Unternehmen. Warum ist sie so wichtig?

Warum ist Nachhaltigkeit im Unternehmen so wichtig?

Auf diese Frage gibt es zwei mögliche Antworten: Für manche ist es eine logische Konsequenz aus der globalen Klimakrise, für die anderen eine Notwendigkeit aufgrund des Drucks von außen: von Kunden, von Stakeholdern, von der Gesellschaft und nicht zuletzt von Investoren. Wirtschaftlicher Erfolg hängt auch mit Nachhaltigkeit zusammen. Und das gilt für Großunternehmen ebenso wie für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Laut einer Studie des Haufe Verlags steigt die Zahl der berichtspflichtigen Unternehmen in Deutschland. Statt 500 werden es im Jahr 2025 rund 15.000 berichtspflichtige Unternehmen sein und die Tendenz ist steigend. Es handelt sich um Unternehmen, die dazu verpflichtet sind, bestimmte Nachhaltigkeitsregeln einzuhalten.

Wege zur grünen Transformation in verschiedenen Branchen

Die zunehmende Dringlichkeit des Klimawandels hat Unternehmen weltweit dazu veranlasst, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken und nachhaltige Praktiken zu implementieren. Als eine der führenden Wirtschaftsnationen steht Deutschland vor der Herausforderung, die Umweltauswirkungen verschiedener Branchen zu minimieren. Hier einige konkrete Beispiele, wie Unternehmen aus verschiedenen Branchen zur Nachhaltigkeit beitragen können:

Maschinenbau:

Deutsche Maschinenbauunternehmen haben die Möglichkeit, ihre CO2-Bilanz durch den Einsatz energieeffizienter Fertigungsverfahren zu verbessern. Investitionen in moderne Technologien wie 3D-Druck können nicht nur Materialverschwendung reduzieren, sondern auch den Energieverbrauch minimieren.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) stellt umfangreiche Informationen zur nachhaltigen Produktion in der Maschinenbauindustrie bereit.

Luft- und Raumfahrt:

In der Luft- und Raumfahrtindustrie wird der Treibstoffverbrauch als ein zentrales Thema betrachtet. Unternehmen setzen auf Leichtbaukonzepte und aerodynamische Optimierungen, um den Treibstoffverbrauch von Flugzeugen zu reduzieren. Investitionen in Forschung und Entwicklung von nachhaltigen Luftfahrtkraftstoffen können zudem den CO2-Ausstoß weiter minimieren.

Informationen zu nachhaltigen Technologien in der Luft- und Raumfahrt bietet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Automotive:

Zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes setzt die deutsche Automobilindustrie verstärkt auf Elektromobilität. Es wird in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert. Auch das Recycling von Batterien und nachhaltige Lieferketten spielen eine entscheidende Rolle.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) liefert Wissen zur nachhaltigen Mobilität.

Elektrotechnik:

Energieeffizienz bei Produkten und Produktion kann die Elektrotechnikbranche zur Nachhaltigkeit beitragen. Es ist zu beobachten, dass Unternehmen vermehrt auf intelligente Gebäudetechnologien setzen, um den Energieverbrauch zu optimieren. Auch die Verwendung von recycelten Materialien in Elektronikprodukten ist ein wichtiger Aspekt.

Laut dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) gibt es zahlreiche Nachhaltigkeitsaspekte in der Elektrotechnik, die es zu berücksichtigen gilt.

Pharma & Biotechnologie:

In der Pharma- und Biotechindustrie könnten Unternehmen durch den Einsatz von umweltfreundlichen Produktionstechnologien und nachhaltigen Verpackungslösungen ihre Umweltauswirkungen minimieren.

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bietet Einblicke in nachhaltige Entwicklungen in der Biotechnologie.

Die Forschungszulage als Schlüssel für nachhaltige Innovationen

Die Nachhaltigkeitsherausforderungen im deutschen Wirtschaftssektor erfordern nicht nur ein Umdenken in den Unternehmen, sondern auch verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE). Die Forschungszulage spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn sie stellt den Unternehmen die finanziellen Mittel zur Verfügung, um innovative Technologien und nachhaltige Lösungen zu erforschen und umzusetzen.

Beispiele aus dem Maschinenbau, der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie, der Elektrotechnik, der Pharmaindustrie und der Biotechnologie zeigen, dass nachhaltige Entwicklungen häufig mit erheblichen Investitionen in neue Technologien und Verfahren verbunden sind. Die Forschungszulage ermöglicht es den Unternehmen, diese finanziellen Hürden zu überwinden und ihre Innovationsanstrengungen fortzusetzen.

Zusammenfassend können wir also feststellen, dass ein finanzielles Engagement für Forschung und Entwicklung nicht nur Möglichkeiten zur Entwicklung umweltfreundlicherer Produkte und Verfahren eröffnet, sondern auch zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beiträgt: FuE-Projekte erschließen neue Märkte, steigern die Effizienz und minimieren die Umweltauswirkungen. Die Finanzierung von Forschungsprojekten im Bereich der nachhaltigen Technologien ist daher eine Investition in die Zukunft, die nicht nur der Umwelt, sondern auch der Wirtschaft zugute kommt.

Gerne beraten wir Sie individuell in einem unverbindlichen Gespräch über Ihre F&E-Projekte zum Thema Nachhaltigkeit:

Autor: Dr. Markus Busuttil

Dr. Markus Busuttil ist Gründer und Geschäftsführer von Busuttil & Company. Er hat über 8 Jahre Erfahrung in der Beratung zur steuerlichen Forschungsförderung in Großbritannien gesammelt, darunter über 5 Jahre bei Deloitte. Er unterstützte Mandanten aus der Industrie sowie multinationale Gruppen und Private Equity Funds. Markus Busuttil studierte Maschinenbau in Hannover und Wales. Nach erfolgreichem Studienabschluss folgte die Promotion an einem kollaborativem Forschungszentrum zwischen der University of Birmingham und der Firma Rolls-Royce. Heute konzentriert sich sein Team aus Ingenieuren, Projektmanagern und Betriebswirten darauf, Kunden bei der Beantragung der Forschungszulage zu unterstützen.

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