Christian Ferstl, Technologiemanager bei Dehn SE, über die wertvolle und kompetente Beratung durch Dr. Markus Busuttil.

DEHN SE ist ein führendes, international tätiges Familienunternehmen im Bereich der Elektrotechnik und bietet innovative Produkte, Lösungen sowie umfangreichen Service für den Überspannungs-, Blitz- und Arbeitsschutz. Zu den Anwendungsgebieten zählt beispielsweise der Schutz von Anlagen- und Gebäudetechnik sowie von Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Christian Ferstl ist Technologiemanager bei DEHN SE und stellt den Antrag bei der BSFZ selbst. Im Interview berichtet er über die kompetente, interdisziplinäre Beratung durch Dr. Markus Busuttil als wertvolle Ergänzung des Forschungszulagenprozesses: „Die komplexen Detailfragen zur Beantragung und internen Abwicklung der Forschungszulage, die beispielsweise aus dem R&D-Controlling, sowie der Steuer- und Finanzabteilung kommen, konnten wir allein nicht beantworten. Dr. Markus Busuttil konnte uns als Experte alle komplexen Fragen beantworten und uns durch die Hürden der Forschungszulage leiten.“

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Albert: Sie haben sich dann entschieden, die technische Projektbeantragung und der Forschungszulage selbst zu stellen. Warum haben Sie sich dann dennoch entschlossen, Beratung durch Markus Busuttil in Anspruch zu nehmen? Wo liegt für Sie der Vorteil?
Christian: Na gut, bedingt durch die langjährige Erfahrung, die ich doch habe, eben seit 15-16 Jahren in der Beantragung, weiß ich, auf was es ankommt. Auf welche Kriterien und wie man einen Antrag schreiben muss, damit er erfolgreich ist. Aber andererseits war es für mich unbekannt oder man findet auch wenig Leute, die da Ahnung haben, was passiert denn nach dem positiven Bescheid. Da ist man auch ein bisschen „im Stich gelassen“. Also die Bescheinigungsstelle bzw. die Kollegen vom Projektträger, die informieren zwar ein bisschen, aber das ist alles so ein bisschen auf einer höheren Flughöhe, und so die Details, die man da bekommt, also die ich da von meinen Kolleginnen oder Kollegen bekomme, vom R&D- Controlling, vom Finanz-Controlling, Steuer-Controlling, was wir intern hier haben, die haben natürlich sehr konkrete Fragen und die können durch das nicht beantwortet werden und da waren wir natürlich auf den Herrn Busuttil angewiesen. Und der konnte das sehr gut beantworten.
Albert: Warum ist die Beratung eine wertvolle Ergänzung und bei welchen Fragestellungen wollten Sie sich zusätzlich absichern vor der Antragstellung?
Christian: Na gut, wie gesagt: Die Fragestellung die wichtig war für uns, das ist natürlich, wie bringe ich den erfolgreichen Bescheid steuermindern in die Steuererklärung ein. Dass wir hier alles korrekt machen. Das heißt, wie muss die Dokumentation aussehen intern bei uns, wie müssen die Tätigkeiten beschrieben werden in den Stundenzetteln, was genau wird abgerechnet, welche Arten von Personalkosten. Und wie gesagt dann auch, weiter in der Steuererklärung selbst, das ELSTER-Formular, der Vordruck, den man da bekommt, wie der auszufüllen ist. Das sind ja da einige Punkte, die bisher bei uns unbekannt waren und wo man auch niemanden hat, bei dem man nachfragen kann. Und das waren die Themen, die wir diskutiert haben.

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Albert: Was halten Sie denn dann von der Forschungszulage mit diesem Hintergrund? Welche Vorzüge hat die Forschungszulage aus Ihrer Sicht und wo sehen Sie vielleicht auch Risiken bei der Beantragung?
Christian: Also die Vorzüge sind ganz klar darin zu sehen, dass man nicht inhaltlich an einen Call oder an ein Forschungsprogramm gebunden ist. Das ist sehr gut. Das heißt, man kann interne Forschung direkt einbringen. Ich bin nicht an ein Konsortium gebunden. Das ist auch ein großer Vorteil. Und auch die Geschwindigkeit. Das heißt also, bei normalen Calls bzw. klassischer Projektförderung, da brauche ich ca. 1 – 1,5 Jahre, bis ich mit dem Projekt wirklich beginnen kann. Hier in der Forschungszulage ist die Beurteilung relativ flugs. Das dauert ein paar Wochen bis maximal drei Monate. Und dann bin ich eigentlich schon so weit, dass ich die Forschungszulage auf dem Tisch habe. Das sind so die Vorteile.

Nachteil ist natürlich – was heißt Nachteil – die Zuwendung ist relativ „gering“. Das heißt, es sind nur 25% Förderquote, das habe ich in der klassischen Projektförderung nicht. Da habe ich bis zu 50% Projektförderung bei unserer Unternehmensgröße. Aber na gut, um Gottes Willen, man nimmt es gerne mit.

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Albert: Welche Prozesse haben Sie vielleicht schon implementiert in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung hinsichtlich der Dokumentation, damit man auf der sicheren Seite ist, was die Prüfung durch das Finanzamt betrifft?
Christian: Na gut, wir sind jetzt gerade beim Etablieren und das wichtigste ist natürlich, dass die Stundenabrechnungen korrekt funktionieren. Das heißt, dass natürlich nur das gebucht wird, was auch in der Forschungszulage abgerechnet ist, dass man immer im Scope ist, mit dem was man auch beantragt hat. Das ist, was aktuell bei uns läuft.
Albert: Werden die Mitarbeiter auch geschult? Gibt es da eine kleine Einweisung, was sie beachten müssen? Hinsichtlich der Forschungszulage…
Christian: Ja, das ist richtig. Also wir werden die Projektleiter bzw. die Studienleiter, die da in erster Linie zu tun haben, das haben wir noch vor; die werden wir noch schulen. Wie gesagt, es geht in erster Linie um die Stundenbuchungen. Dass da nichts irgendwo ausreißt oder falsch gebucht wird. Das ist da eigentlich die größte Gefahr. Natürlich müssen auch die Kollegen, die das dann weiterführen in die Personalabteilung, wo die Bruttolöhne abgerufen werden, das muss alles passen. Das muss auch richtig zugeordnet werden. Also es gibt ein paar Fallstricke, über die man stolpern kann – wo man schulen muss.

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Albert: Vielleicht zum Abschluss, Herr Ferstl, die Frage: Was würden Sie denn anderen Unternehmen raten, die sich mit dem Gedanken tragen, die Forschungszulage zu beantragen? Worauf sollten die vielleicht achten?Christian: Ja, sollten sie auf jeden Fall machen! Denke ich mal. Sobald Forschungsaktivitäten im Hause ablaufen, wäre es ja unsinnig, die Forschungszulage nicht zu beantragen. Es ist einfach bares Geld. Man spart sich so Personalkosten. Und kann so dann dementsprechend die R&D-Kosten senken und so seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.  Das ist absolut von Vorteil. Und was ich raten würde: So viele Anträge zu schreiben wie nur möglich und auszutesten. Mehr als scheitern kann man nicht. Wobei, man muss natürlich aufpassen, wie gesagt, wenn man da nicht fit ist im Antrag schreiben, dann sollte man sich doch eine Hilfe reinholen. Man muss schon wissen, wie man einen Antrag so schreibt, dass er auch die Forschungsaktivitäten darlegt. Dass er da auch eine Betonung darauf hat. Das ist sehr wichtig. Und dann natürlich was dann nachträglich noch kommt, ist es eben sehr wichtig, dass eben auch der technische Ablauf, das Verfahren an sich, dass das stabil wird. Dass man da keine schwarzen Löcher hat, die dann später irgendwann einmal, wenn man geprüft wird, einem auf die Füße fallen. Das sollte nicht passieren. Also von daher, wie gesagt, kann ich die Beratung durch Herrn Busuttil nur empfehlen. Das ist klar. Also wenn man da unerfahren ist, sollte man das auf alle Fälle tun.
Albert: Sie haben es gerade angesprochen: Die Formulierung der Anträge ist ziemlich entscheidend für den Erfolg. Also man braucht Erfahrung und muss auch wissen, worauf die prüfenden Gremien achten. Bestimmte Stichworte und so weiter. Eine eigene Sprache. Kann man auch sagen, dass die Kürze der Antwortmöglichkeiten eine Herausforderung ist? Weil der Antrag auf Forschungszulage, da muss man ja sehr knapp sein, die Zeichenbeschränkung ist, finde ich, sehr knapp bemessen, und wenn man da nicht ganz präzise formuliert, wird es schwierig. Kann man das so sagen?
Christian: Ja das ist absolut richtig. Man hat da mehrere Textblöcke und man ist da beschränkt auf eine gewisse Anzahl von Buchstaben. Und das was man in anderen Anträgen gerne macht, dass man sagt, man hat ein paar Füllsätze oder man verwende ein bisschen Prosa das kann man sich hier sparen. Man muss wirklich bei jedem Satz überlegen. In jeden Satz muss man Inhalt reinbringen. Das ist ganz wichtig. Und von daher, wenn man da irgendwo Wiederholungen drin hat, dann ist man sehr schnell über der Buchstabengrenze und hat das was man ausdrücken sollte nicht drin im Antrag. Also es ist eine Herausforderung auf alle Fälle, die Kürze ist hier ein Thema, ist richtig.

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Albert: Da sind wir jetzt weniger darauf eingegangen: Gibt es auch Risiken, wo Sie sagen, da müsste man aufpassen bei der Forschungszulage? Oder besonders darauf achten beim Antrag…
Christian: Ja gut, es gibt natürlich gewisse Kriterien, die man einhalten muss bei der Forschungszulage. Oftmals ist es so: Die Gefahr besteht darin, dass man wirklich ein Forschungsprojekt hat, aber das inhaltlich nicht so darlegt, dass es der Projektträger als Forschung erkennt. Sondern der beurteilt und sagt okay, das ist ja eine herkömmliche Serienentwicklung. Das fördere ich gar nicht. Und da falle ich schon durch. Dann ist der Antrag schon weg. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt würde ich sagen ist: Man muss auch danach, wenn man den positiven Bescheid hat, aufpassen. Und zwar muss das dann natürlich vom Verfahren her in der Firma auch passen. Weil man wird ja dann vom Finanzamt kontrolliert. Und es sollte nicht sein, dass man dann irgendwo bei einer Betriebsprüfung ein paar Jahre später ein Thema hat, weil man irgendwelche Stundenabrechnungen nicht konform der Forschungszulage gemacht hat. Und es wäre dann natürlich sehr schade, wenn es da Schwierigkeiten gibt wegen irgendwelchen Themen, die man gar nicht wusste.

Das ist schon das Wichtigste, dass man weiß, wie der Antrag zu schreiben ist, wie man die Neuartigkeit reinbringt. Das ist, denke ich mal, ganz wichtig, dass man darlegt, in welche Forschungskategorie denn das reinfällt. Das ist das A & O. Und dann später, dass man ein stabiles Verfahren hat, dass man die Stunden die man bucht, auch wirklich sauber in die Steuererklärung reinbringt. Da sind ja ein paar Sprünge dazwischen, das muss alles stimmen. Ich glaube keiner hat Interesse daran, dass er sich irgendwann mit dem Finanzamt rumquält und sagt, wieso haben sie das, und der Mitarbeiter der passt doch hier gar nicht dazu. Und wer ist das überhaupt? Ist das Laborpersonal? Und was ist bei Ihnen ein Wissenschaftler oder was ist bei Ihnen ein Forscher? Und da muss man sich schon vorher ein bisschen Gedanken machen bzw. muss man aufgeklärt werden.

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Albert: Allgemein gefragt: Wie lief denn die Zusammenarbeit mit Busuttil & Company? Wie haben Sie sich da aufgestellt oder wie oft haben Sie sich besprochen? Wie kann man sich das vorstellen?
Christian: Ja gut, wir hatten im Großen und Ganzen einen größeren Workshop und dann nochmal ein Add-on ein paar Tage später bzw. zwei Wochen später war es, wo nochmal letzte Fragen geklärt werden konnten. Der Workshop war sehr intensiv, der ist einige Stunden gelaufen. Und der war sehr positiv, sehr zielorientiert, und die Fragen, die von unserer Seite kamen, die kamen ja aus vielen Disziplinen. Da hat die Steuerexpertin eine Frage, dann kommt das R&D-Controlling und hat eine Frage, dann komme ich mit dem technischen Antrag eventuell und sage ich hab auch noch eine Frage und da so schnell hin und her zu switchen, das war natürlich schon eine tolle Sache, dass er das gekonnt hat und das er da auch nach so vielen Stunden die wir ihn quasi gegrillt haben, auch das noch sehr gut rübergebracht und seine gute Laune nicht verloren hat mit uns. Also das ist schon ein großer Vorteil, wenn man so einen sympathischen, jungen Mann da hat, der einem da so gut Rede und Antwort steht.