Erstgespräch zur Forschungszulage

Das Erstgespräch: Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit

Viele Unternehmen entwickeln neue Produkte, arbeiten an innovativen Technologien oder treiben Softwareprojekte voran und hören irgendwann zum ersten Mal von der Forschungszulage.

Mit der ersten Recherche entstehen häufig dieselben Fragen:

  • Ist mein Projekt überhaupt förderfähig?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
  • Wie läuft eine Beratung eigentlich ab?
  • Und was erwartet mich in einem Erstgespräch?

Diese Unsicherheit können wir gut nachvollziehen. Schließlich lässt sich die Förderfähigkeit eines Innovationsvorhabens selten mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Jedes Unternehmen, jedes Projekt und jede technische Fragestellung ist unterschiedlich.

Genau deshalb legen wir großen Wert auf ein offenes und transparentes Erstgespräch. Bevor wir über Fördermöglichkeiten oder mögliche Anträge sprechen, möchten wir Ihr Unternehmen, Ihr Innovationsvorhaben und Ziele verstehen. Gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit, uns und unsere Arbeitsweise besser kennenzulernen. Denn das Erstgespräch dient in erster Linie nicht nur der fachlichen Einordnung Ihres Vorhabens, sondern dazu auf beiden Seiten die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu schaffen.

Ihr Gesprächspartner

Frank Gieger, Senior Business Development Manager bei Busuttil & Company

In einem Erstgespräch mit uns lernen die meisten von Ihnen zunächst unseren Senior Business Development Manager Frank Gieger kennen. Er begleitet Sie bei der ersten Einordnung Ihrer Innovationsvorhaben und ist häufig ihr erster persönlicher Ansprechpartner. Durch seine langjährige Erfahrung in der Finanzverwaltung, als selbstständiger Finanzberater und in verschiedenen Führungspositionen kennt er die Fragen und Unsicherheiten, mit denen Unternehmen in ein Erstgespräch gehen und weiß, worauf es in dieser ersten Phase wirklich ankommt.


Warum ist ein Erstgespräch so wichtig?

Viele Unternehmen wünschen sich bereits im ersten Gespräch eine klare Antwort auf die Frage, ob ihr Projekt förderfähig ist. In der Praxis ist diese Einschätzung jedoch häufig erst möglich, wenn wir das Unternehmen und das Innovationsvorhaben genauer kennengelernt haben.

In unseren Augen beinhaltet das Erstgespräch jedoch weit mehr als eine erste fachliche Einordnung. Wir verstehen es keineswegs als Einbahnstraße, sondern als offenen Austausch. Gemeinsam sprechen wir über Ihr Unternehmen und Ihr Innovationsvorhaben, klären offene Fragen und schaffen die Grundlage für eine fundierte Einschätzung. Gleichzeitig erhalten Sie Einblicke in unsere Arbeitsweise und einen ersten Eindruck von den Menschen, die Sie im weiteren Verlauf begleiten werden. So schaffen wir von Beginn an die Basis für eine vertrauensvolle und langfristige Zusammenarbeit.

„Mir ist wichtig, dass die Unternehmen das Erstgespräch neben einer ersten fachlichen Einschätzung auch mit dem Gefühl verlassen, einen verlässlichen Ansprechpartner gefunden zu haben, weil Sie wissen, wie wir arbeiten und was Sie in einer Zusammenarbeit mit uns erwartet“ so Frank Gieger.

Denn gute Beratung beginnt aus unserer Sicht nicht mit einer Lösung, sondern mit gegenseitigem Verständnis für die jeweiligen Erwartungen, Ziele und die Art der Zusammenarbeit.

Was Sie im Erstgespräch erwartet

Wer an eine Beratung denkt, stellt sich häufig lange Präsentationen oder ein klassisches Verkaufsgespräch vor. Genau so läuft unser Erstgespräch bewusst nicht ab.

Stattdessen nehmen wir uns Zeit für einen offenen Austausch. Gemeinsam verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über Ihr Vorhaben und sprechen unter anderem darüber,

  • woran Sie arbeiten und welche Ziele Sie verfolgen,
  • welche technischen Herausforderungen in Ihrem Vorhaben bestehen,
  • wie wir arbeiten und wie eine mögliche Zusammenarbeit aussehen kann,
  • und welche Fragen Sie zur Forschungszulage mitbringen.

So entsteht Schritt für Schritt ein Gesamtbild, auf dessen Grundlage wir eine erste fachliche Einschätzung vornehmen können. Gleichzeitig erhalten Sie einen transparenten Einblick in die nächsten möglichen Schritte.

„Unser Ziel ist es, Ihrem Unternehmen nach dem Erstgespräch eine realistische Orientierung zu geben. Dazu gehört auch die Einschätzung, ob eine Antragsstellung in Ihrem Fall grundsätzlich sinnvoll ist und welche nächsten Schritte sich daraus ergeben.“

Selbstverständlich behandeln wir alle Informationen vertraulich. Falls im Gespräch sensible Projektinformationen besprochen werden, kann auf Wunsch selbstverständlich auch eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) abgeschlossen werden.

„Auch unabhängig von einem NDA können Unternehmen sicher sein, dass vertrauliche Informationen bei uns vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben werden.“ versichert Gieger.

Welche Fragen uns beschäftigen

Jedes Innovationsvorhaben ist anders. Deshalb gibt es keinen standardisierten Fragenkatalog, den wir einfach Punkt für Punkt abarbeiten. Stattdessen orientieren wir uns an den individuellen Gegebenheiten Ihres Projekts.

Dennoch gibt es Themen, die in nahezu jedem Erstgespräch eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Welche technische oder wissenschaftliche Herausforderung sollte gelöst werden?
  • Welche Unsicherheiten bestanden zu Beginn des Projekts?
  • War der Lösungsweg zu Projektbeginn offen oder bereits bekannt?
  • Welche neuen Erkenntnisse wurden im Entwicklungsprozess gewonnen?
  • Wer ist an der Entwicklung beteiligt?
  • Wie weit ist das Projekt bereits fortgeschritten?

Diese Fragen helfen uns dabei, das Innovationsvorhaben fachlich einzuordnen und das Potenzial für eine Förderung realistisch einzuschätzen.

„Ich stelle im ersten Gespräch bewusst viele Fragen. Häufig sind es gerade die Details, die später für die Bewertung entscheidend sind. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass Unternehmen das Gespräch genauso nutzen, um Ihre Fragen zu stellen und herauszufinden, ob wir der richtige Partner für Sie sind.“

Warum wir häufig über mehr als ein Projekt sprechen

Viele Unternehmen kontaktieren uns zunächst wegen eines konkreten Innovationsvorhabens. Im Gespräch zeigt sich jedoch häufig, dass daneben weitere Entwicklungsprojekte bestehen, die ebenfalls Potenzial für die Forschungszulage haben könnten.

Deshalb betrachten wir nicht ausschließlich das ursprünglich genannte Projekt, sondern verschaffen uns einen Überblick über die Innovationsaktivitäten Ihres Unternehmens. So lassen sich mögliche Förderpotenziale frühzeitig erkennen und gemeinsam priorisieren.

„Oft zeigt sich erst im Gespräch, dass mehrere Entwicklungsprojekte grundsätzlich förderfähig sein können. Genau diese Potenziale möchten wir gemeinsam identifizieren.“ so Gieger.

Was passiert, wenn ein Projekt nicht förderfähig ist?

Nicht jedes Innovationsvorhaben erfüllt die Voraussetzungen der Forschungszulage.

Eine seriöse Beratung bedeutet für uns deshalb neben den Chancen auch die Grenzen offen anzusprechen. Wenn sich bereits im Erstgespräch abzeichnet, dass eine Förderung nicht in Betracht kommt, kommunizieren wir diese Einschätzung transparent.

„Es kommt durchaus vor, dass wir Unternehmen sagen, dass ein Projekt nicht förderfähig ist. Auch das gehört zu einer verantwortungsvollen Beratung.“

Ebenso gibt es Projekte, bei denen eine belastbare Einschätzung erst nach einer vertieften Analyse möglich ist. Auch das sprechen wir offen an, anstatt vorschnelle Zusagen zu treffen.

Nicht jede Beratung führt sofort zu einer Zusammenarbeit und das ist völlig in Ordnung. Innovationsvorhaben entwickeln sich weiter, neue Projekte entstehen und auch die Rahmenbedingungen in Ihrem Unternehmen können sich verändern. Deshalb verstehen wir das Erstgespräch nicht als einmaligen Kontakt, sondern als Beginn eines offenen Austauschs. Wenn heute noch nicht der richtige Zeitpunkt ist, freuen wir uns genauso, wenn Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf uns zukommen.

Müssen Sie sich auf das Erstgespräch vorbereiten?

Die gute Nachricht lautet: In der Regel nicht.

Für das Erstgespräch benötigen Sie weder umfangreiche Präsentationen noch fertig ausgearbeitete Projektdokumentationen. Lediglich die wesentlichen Eckpunkte Ihres Unternehmens und Ihres Innovationsvorhabens sollten Sie beschreiben können. Wichtig ist uns vor allem, dass Sie alle Fragen mitbringen, die Sie rund um die Forschungszulage oder den weiteren Ablauf beschäftigen.

Welche Informationen oder Unterlagen für eine vertiefte Bewertung später erforderlich sind, ergibt sich dann aus unserem gemeinsamen Austausch.

„Wir erwarten keine fertigen Präsentationen oder Projektausarbeitungen. Gemeinsam arbeiten wir heraus, welche Informationen für die weitere Bewertung tatsächlich benötigt werden.“

Müssen Sie sich auf das Erstgespräch vorbereiten?

Am Ende des Gesprächs haben Sie eine erste fachliche Einordnung Ihres Innovationsvorhabens und Klarheit darüber, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Je nach Ausgangssituation kann das bedeuten,

  • dass eine vertiefte Projektanalyse erfolgt,
  • weitere Informationen benötigt werden oder
  • sich bereits herausstellt, dass eine Förderung nicht in Betracht kommt.

In jedem Fall wissen Sie nach dem Erstgespräch, wie Ihr weiteres Vorgehen aussehen kann.

Fazit

Ein Erstgespräch dient nicht dazu, möglichst schnell einen Antrag auf den Weg zu bringen. Es dient dazu miteinander ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen und gemeinsam herauszufinden, ob die Forschungszulage der passende Förderweg für Sie ist.

Unser Ziel ist es, Ihnen eine fundierte erste Einschätzung zu geben und gemeinsam die Grundlage für die nächsten Entscheidungen zu schaffen. Ob daraus unmittelbar ein gemeinsames Projekt entsteht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt, ist dabei zweitrangig. Entscheidend ist, dass Sie das Gespräch mit einer ehrlichen, transparenten Einschätzung und einem klaren Bild davon verlassen, wie es für Sie und Ihr Vorhaben weitergehen kann.

„Ein erfolgreiches Erstgespräch bedeutet für mich, dass ein Unternehmen anschließend Klarheit über die Förderfähigkeit Ihrer Projekte hat und eine fundierte Grundlage für die nächsten Entscheidungen mitnimmt, unabhängig davon, ob daraus unmittelbar eine Zusammenarbeit entsteht. Unser Anspruch ist es, Sie ehrlich zu beraten und Ihnen langfristig als verlässlicher Ansprechpartner zur Seite zu stehen. Deshalb stehen Ihnen unsere Türen auch nach dem Erstgespräch jederzeit offen.“

Vielleicht konnten wir Ihnen damit bereits einige Fragen beantworten. Wenn Sie weiterführende Fragen zu Ihrem Projekt oder zur Forschungszulage haben, stehen wir Ihnen gerne jederzeit für ein persönliches, unverbindliches Gespräch zur Verfügung.

Autor: Dr. Markus Busuttil

Dr. Markus Busuttil ist Gründer und Geschäftsführer von Busuttil & Company. Er hat über 11 Jahre Erfahrung in der Beratung zur steuerlichen Forschungsförderung in Großbritannien gesammelt, darunter über 5 Jahre bei Deloitte. Er unterstützte Mandanten aus der Industrie sowie multinationale Gruppen und Private Equity Funds. Markus Busuttil studierte Maschinenbau in Hannover und Wales. Nach erfolgreichem Studienabschluss folgte die Promotion an einem kollaborativem Forschungszentrum zwischen der University of Birmingham und der Firma Rolls-Royce. Heute konzentriert sich sein Team aus Ingenieuren, Projektmanagern und Betriebswirten darauf, Kunden bei der Beantragung der Forschungszulage zu unterstützen.

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